Polizei: Halloween-Warnvideo trug zur Verunsicherung bei
Warnungen vor manipulierten Halloween-Süßigkeiten machten die Runde. In Appenheim führte ein Fund zu einem Polizeieinsatz – doch was steckte tatsächlich dahinter?
Warnungen vor manipulierten Halloween-Süßigkeiten machten die Runde. In Appenheim führte ein Fund zu einem Polizeieinsatz – doch was steckte tatsächlich dahinter?
Nach dem Fund vermeintlich manipulierter Halloween-Süßigkeiten in Appenheim (Kreis Mainz-Bingen) hat die Polizei weitere Einzelheiten mitgeteilt. Die Süßigkeiten waren demnach nicht manipuliert. Nach Einschätzung der Ermittler gelangten zwei kleine Magnete offenbar versehentlich erst im Haushalt der Familie an das Bonbon, wie das Polizeipräsidium Mainz mitteilte.
Die Polizei vermutet, dass die Mutter zuvor ein Video auf Instagram gesehen hatte, in dem vor manipulierten Halloween-Süßigkeiten gewarnt wurde. Sie teilte das Video anschließend weiter und trug damit aus Sicht der Polizei zur Verunsicherung bei. Besser wäre gewesen, das Video zunächst der Polizei zur Prüfung zu schicken, hieß es. Wer Videos mit vermeintlichen Gefahrenwarnungen entdecke, solle die nächstgelegene Polizeidienststelle anrufen. Die Beamten könnten solche Hinweise meist schnell einordnen. Videos sollten nicht ungeprüft verbreitet werden.
Zwei Fälle in der Pfalz
Anders lief es im pfälzischen Mackenbach (Kreis Kaiserslautern): Dort entdeckte ein Neunjähriger am Halloweenabend beim Biss in eine Fruchtgummistange einen darin steckenden Metallnagel. Das Kind blieb unverletzt. Wer den Nagel platziert hatte, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Ähnliches berichtete die Polizei in Ludwigshafen: Eine 29 Jahre alte Frau habe mitgeteilt, dass sie in einem am Halloweenabend gesammelten Schokoriegel einen Nagel gefunden habe, hieß es.
Bundesweite Vorkommnisse
Auch in anderen Bundesländern wurden am Wochenende verdächtige Gegenstände in Süßigkeiten gefunden. Fälle mit Nadeln, Nägeln oder anderen Metallteilen wurden unter anderem aus Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Dort laufen teilweise Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Die Polizei rät Eltern, die gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr zu prüfen und verdächtige Funde zu melden.
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