Verschiedene Schokoladensorten
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Verschiedene Schokoladensorten
Eigenmarkenprodukte reduziert

Mehr Kakao geerntet: Schokolade teilweise günstiger

Dank guter Kakaoernte sinken die Preise für Schokolade – zumindest bei Eigenmarken. Markenhersteller bleiben vorerst zurückhaltend.

Gute Nachrichten für Schokoladenfans: Estmals seit langem haben die großen Discounter die Preise zahlreicher Eigenmarkenprodukte reduziert. Grund ist eine deutlich höhere Kakaoernte in der Elfenbeinküste und Ghana. Die Exportmengen sind daher höher ausgefallen und die Einkaufspreise entsprechend gesunken. So kostet eine Tafel Vollmilchschokolade nun 89 Cent, eine mit ganzen Haselnüssen 1,29 Euro – jeweils 10 Cent weniger als zuvor. Auch andere Eigenmarkenprodukte wurden reduziert. Die Rohkakaopreise an den Börsen sind auf knapp 3.500 Euro pro Tonne gefallen, fast auf dem Niveau vor der Krise. Dennoch gehe man nicht davon aus, dass die Verbraucherpreise ebenfalls das frühere Niveau erreichen könnten. 

Wird auch Markenschokolade wieder günstiger?

Markenhersteller wie Milka oder Ritter Sport zeigen sich indes zurückhaltend. Höhere Preise in den vergangenen Jahren führten zu deutlichen Absatzrückgängen. Ritter Sport meldete 2025 trotz höherer Umsätze rote Zahlen. Verbraucher greifen inzwischen häufiger zu Sonderangeboten oder Eigenmarken.

So betreffen die jüngsten Preissenkungen bislang nur die Eigenmarken von Discountern und Supermärkten. Der Handel gebe Vorteile im Einkauf aktuell direkt an Verbraucher weiter, sagt Philipp Hennerkes, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels.

Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli teilte auf Nachfrage mit, die Preise derzeit nicht senken zu können. Kakao werde langfristig eingekauft, zudem lägen die Preise über dem Niveau der vergangenen Jahre. Ritter Sport und Mondelez (Milka) äußerten sich nicht. Mondelez hatte im vergangenen Jahr nicht nur die Preise erhöht, sondern auch den Packungsinhalt etlicher Milka-Sorten reduziert. 

Tafel 69 Prozent teurer als 2020 

In den vergangenen Jahren ist Schokolade deutlich teurer geworden. Ursache sind gestiegene Rohstoffkosten. 2024 stieg der ICCO-Tagespreis pro Tonne zeitweise auf deutlich mehr als 10.000 Euro. Hintergrund waren befürchtete Ernteausfälle in Westafrika durch Pflanzenkrankheiten und Extremwetter. In der Folge zogen die Verbraucherpreise kräftig an. Laut Statistischem Bundesamt kostete eine Schokoladentafel im Dezember im Schnitt 69 Prozent mehr als 2020, Riegel oder andere Schokoladenerzeugnisse fast 72 Prozent. 

Besonders stark fiel der Anstieg bei den nun reduzierten Eigenmarken der Handelsketten aus. Der Preis für eine Tafel Vollmilch war laut der Vergleichsapp Smhaggle zwischen 2022 und 2025 von 49 auf 99 Cent gestiegen. 

 

Quelle: dpa

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