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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Alles Wichtige zur Wahl

Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz den 19. Landtag. An diesem Tag entscheiden die Menschen, welche Parteien und Abgeordneten in den kommenden fünf Jahren die Politik in Mainz gestalten.

Mit deiner Stimme bestimmst du mit, wer in den Landtag einzieht – also wer Gesetze macht und über wichtige Themen wie Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und Mobilität entscheidet.

Für die Landtagswahl 2026 wurden insgesamt 12 Landeslisten zur Wahl zugelassen. Alle Landeslisten in der Übersicht findest du hier.  Das bedeutet, dass viele Parteien und politische Gruppen antreten. Dein Kreuz darfst du setzen bei: 

1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Wahlprogramm

2. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Wahlprogramm 

3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Wahlprogramm

4. Alternative für Deutschland (AfD)

Wahlprogramm

5. Freie Demokratische Partei (FDP)

Wahlprogramm

6. FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz (FREIE WÄHLER)

Wahlprogramm

7. Die Linke (Die Linke)

Wahlprogramm

8. PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)

Wahlprogramm

9. VOLT Deutschland (VOLT)

Wahlprogramm

10. Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)

Wahlprogramm

11. Bündnis Sahra Wagenknecht–Vernunft und Gerechtigkeit (BSW)

Wahlprogramm

12. Partei der Humanisten (PdH)

Wahlprogramm

Wie funktioniert die Landtagswahl?

Jeder Wähler hat zwei Stimmen:

  • Erststimme (Wahlkreisstimme): Du wählst eine Person aus deinem Wahlkreis direkt in den Landtag.
  • Zweitstimme (Landesstimme): Du wählst eine Partei/Liste – sie entscheidet maßgeblich über die Sitzverteilung im Landtag.

Der Landtag besteht in der Regel aus 101 Abgeordneten. Die Sitze werden proportional zu den Stimmen verteilt – je mehr Zweitstimmen eine Partei bekommt, desto größer wird ihr Einfluss durch die Sitze im Landtag.

Der Wahlomat für Rheinland-Pfalz

Jedes Jahr greifen viele Bürgerinnen und Bürger auf das Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung zurück, um mit dem Wahlomat die eigenen Positionen mit denen der Parteien abzugleichen. Angekündigt ist die Veröffentlichung für den 19. Februar. 

Nach der Freischaltung findet ihr den Wahlomat natürlich auch hier auf unserer Seite. 

Umfragen und Ergebnisse

Natürlich werden auch am Wahlabend selbst die Ergebnisse heiß erwartet. Die offizielle Seite des Landeswahlleiter von Rheinland-Pfalz hat angekündigt, nach Schließung der Wahllokale am 22. März die detaillierten Ergebnisse zu veröffentlich. 

Um einen aktuellen Blick auf die Bevölkerung von Rheinland-Pfalz zu werfen, haben wir von RPR1. gemeinsam mit der Rhein-Zeitung den Rheinland-Pfalz-Report ins Leben gerufen. 

Das sind die Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz

Alexander Schweitzer
picture alliance/dpa | Andreas Arnold
Alexander Schweitzer

Alexander Schweitzer (SPD)

Alexander Schweitzer kandidiert als Spitzenkandidat der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz. Der erfahrene SPD-Politiker und amtierende Regierungschef wurde kürzlich auf einem Landesparteitag in Mainz einstimmig gewählt.

In seinem Wahlkampf legt er den Schwerpunkt auf Entlastungen für Familien, etwa durch kostenfreie Schulmaterialien und reduzierte Führerscheinkosten für junge Menschen. Mit dem Schritt in die Landespolitik stellt er seine bundespolitische Karriere vorerst hinten an und hatte zuvor auf Landesebene sowie als Minister in verschiedenen Ressorts Erfahrungen gesammelt.

Geboren 1973 in Landau in der Pfalz und seit 1989 in der Partei aktiv, unterstreicht Schweitzer stets seine tiefen südpfälzischen Wurzeln. Er ist studierter Jurist, römisch-katholisch, verheiratet und Vater von drei Kindern.

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Gordon Schnieder
picture alliance/dpa | Hannes P Albert
Gordon Schnieder

Gordon Schnieder (CDU)

Gordon Schnieder ist der designierte Spitzenkandidat der CDU in Rheinland-Pfalz. Bereits seit einigen Jahren ist er als Landtagsabgeordneter aktiv und wurde zuletzt als Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion gewählt.

Sein Ziel im Wahlkampf ist es, mit klassischen unis bei Themen wie Migrationspolitik, Wirtschafts- und Bildungspolitik sowie der Digitalisierung zu punkten – und damit nach über 35 Jahren SPD-Regierung eine grundlegende politische Wende anzustoßen.

Der in der Vulkaneifel aufgewachsene Kandidat, der bereits langjährige Erfahrungen in der Kommunalverwaltung sammeln konnte, legt großen Wert auf seine bodenständige, heimatverbundene Ausrichtung. Er ist verheiratet, engagiert sich in regionalen Vereinen und wird als pragmatischer Christdemokrat wahrgenommen.

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Katrin Eder
picture alliance/dpa | Sascha Ditscher
Katrin Eder

Katrin Eder (Grüne)

Katrin Eder führt als Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen die grüne Landesliste an. Als Umweltministerin in Rheinland-Pfalz hat sie in den letzten Jahren maßgeblich zur Gestaltung der Klimapolitik und Energiewende beigetragen.

Mit einem Fokus auf Klimaschutz, Gleichstellung und Bildung bringt die Mainzer Politikerin ihre langjährige Erfahrung und Verwaltungsexpertise in den Wahlkampf ein. Geboren 1976 in Mainz, ist Eder seit ihrer Studienzeit der Partei verbunden und betont ihre enge Verwurzelung in der Landeshauptstadt.

Als Mutter von zwei Kindern setzt sie sich zudem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Politik ein.

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Daniela Schmitt
picture alliance/dpa | Uwe Anspach
Daniela Schmitt

Daniela Schmitt (FDP)

Daniela Schmitt kandidiert erneut als Spitzenkandidatin der FDP. Als Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hat sie bereits maßgebliche Akzente in der Wirtschafts- und Bildungspolitik gesetzt.

In ihrem Wahlprogramm fordert sie unter anderem eine modernere Bildungspolitik und eine dynamischere Bauwirtschaft, um dem anhaltenden Wohnraummangel zu begegnen. Schmitt, geboren 1972 in Alzey und seit Anfang 20 Mitglied der FDP, hat sich nicht nur in der Landespolitik, sondern auch in der regionalen Wirtschaft fest etabliert.

Verheiratet und Mutter von zwei Kindern, ist sie eine gewichtige Stimme in der Wein- und Wirtschaftsregion Rheinhessen.

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Rebecca Ruppert
picture alliance/dpa | Andreas Arnold
Rebecca Ruppert

Rebecca Ruppert (Die Linke)

Rebecca Ruppert führt als Spitzenkandidatin der Linken die Landesliste an. Die 36-jährige Landesparteivorsitzende positioniert ihre Partei klar als Vertreterin der „kleinen Leute“ und setzt im Wahlkampf auf soziale Gerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum, eine bessere Gesundheitsversorgung sowie die Eindämmung steigender Lebenshaltungskosten.

Sie zählt zu einer jungen Generation Politikerinnen, die frische Impulse in die Landespolitik einbringen wollen – unter anderem durch intensive Bürgernähe und Haustürgespräche.

Rebecca Ruppert, geboren 1989 in der Pfalz, ist trotz noch kurzer Parteikarriere bereits als pragmatisch-linke Kraft engagiert, die sich sowohl für Regierungsbeteiligung als auch für eine glaubwürdige Opposition einsetzt.

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Jan Bollinger
picture alliance/dpa | Laszlo Pinter
Jan Bollinger

Jan Bollinger (AfD)

Jan Bollinger tritt als Spitzenkandidat der AfD in Rheinland-Pfalz an. Der Landes- und Fraktionsvorsitzende positioniert sich als Ministerpräsidentenkandidat und propagiert einen entschiedenen politischen Wechsel nach über 30 Jahren SPD-Regierung.

Sein Wahlprogramm stützt sich auf einen harten Rechtskurs: So will er unter anderem eine umfassende Abschiebeoffensive und die Neuorientierung der Energiepolitik, etwa durch den Ausbau des Flughafens Hahn und die Rückkehr zur Kernenergie, durchsetzen.

Der 1977 in Koblenz geborene Kandidat kam früh in die politische Offensive der AfD, ist promovierter Volkswirt, war Unternehmensberater und ist als verheirateter Familienvater bekannt.

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Joachim Streit
picture alliance/dpa | Thomas Frey
Joachim Streit

Joachim Streit (Freie Wähler)

Joachim Streit repräsentiert als Spitzenkandidat die Freien Wähler in Rheinland-Pfalz. Ehemals Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm und erfolgreicher Architekt des überraschenden Einzugs der FW in den Mainzer Landtag kennt er sich bestens mit den Herausforderungen des ländlichen Raums aus.

Im Wahlkampf stehen Themen wie der Abbau von Bürokratie und eine bessere ärztliche Versorgung im Fokus. Streit, 60 Jahre alt, kehrt nach einer erfolgreichen Zeit im Europäischen Parlament für die Landespolitik zurück, um seine starke Verbundenheit zu seiner Heimatregion zu zeigen.

Geboren 1965 in Trier, ist er studierter Jurist, hat sich über Jahre in Heimatvereinen engagiert und ist Vater von zwei Kindern.

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Wo & wie kann ich wählen?

Am 22. März gehst du in dein zuständiges Wahllokal – meist in deiner Stadt oder Gemeinde. Dort bekommst du den Stimmzettel und kannst vor Ort deine Kreuze setzen. Öffnungszeiten sind in der Regel am Sonntag von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Bringe deine Wahlbenachrichtigung und einen gültigen Ausweis mit.

 

Wie funktioniert die Briefwahl?

Wenn du am Wahltag nicht persönlich vor Ort wählen kannst oder willst, ist Briefwahl eine bequeme Alternative.

So funktioniert sie:

Du musst zuerst einen Antrag auf Wahlschein und Briefwahlunterlagen stellen. Das geht schriftlich, per E-Mail oder persönlich bei deiner Gemeinde. Alternativ kannst du auf der Rückseite deiner Wahlbenachrichtigung einfach ankreuzen, dass du per Brief wählen willst.

Dann bekommst du deine Wahlunterlagen per Post.

In deinen Unterlagen bekommst du:
               deinen Wahlschein
               den Stimmzettel für deinen Wahlkreis
               einen Stimmzettelumschlag 
               einen Wahlbriefumschlag mit der Anschrift der Gemeinde.

  1. Lies dir zuerst die Unterlagen und die Hinweise gut durch.
  2. Fülle den Stimmzettel aus. (Ein Kreuz für die Erststimme, eins für die Zweitstimme)
  3. Stecke den Stimmzettel in den Stimmzettelumschlag und verschließe ihn.
  4. Unterschreibe deinen Wahlschein.
  5. Stecke den Wahlschein und den verschlossenen Stimmzettelumschlag in den Wahlbriefumschlag und schicke ihn los.

Wichtig: Der Antrag muss bis spätestens Freitag, 20. März 2026, 15:00 Uhr bei deiner Verwaltung eingegangen sein. Du kannst den Wahlbriefumschlag selbst beim Rathausbriefkasten einwerfen oder schicke ihn ein paar Tage vorher schon mit der Post los.

Briefwahl ist besonders beliebt: Bei der letzten Wahl 2021 nutzten über 60 % der Wähler:innen diese Möglichkeit.