Früher ran, früher raus - Wie Firmen gegen die Hitze kämpfen
Die nächste Wärmewelle kommt bestimmt. Was Ventilatoren, Klimaanlagen, Trinkwasserspender und Extra-Pausen damit zu tun haben.
Die nächste Wärmewelle kommt bestimmt. Was Ventilatoren, Klimaanlagen, Trinkwasserspender und Extra-Pausen damit zu tun haben.
Die aktuelle Wetterabkühlung tut vielen gut, doch die Erinnerung an die jüngste Hitzewelle ist noch lebendig. Wenn die Temperaturen steigen, beginnt in Rheinland-Pfalz für viele Beschäftigte der Kampf gegen Schwüle und stickige Luft.
Zahlreiche Unternehmen setzen dabei - wo möglich - auf einen Mix aus früherem Arbeitsbeginn, zusätzlichen Pausen, gekühlten Räumen und viel Wasser. Auch bei BASF, Mercedes-Benz Trucks und der Debeka wird der Arbeitsalltag an die hohen Temperaturen angepasst.
Beim landesweit größten Arbeitgeber BASF etwa können Beschäftigte einer Sprecherin zufolge ihre Arbeitszeit nach Absprache flexibel an die Wetterlage anpassen. Früh anfangen, früher aufhören oder einen freien Tag nehmen - verschiedene Modelle machen es möglich.
«Außerdem nutzen wir am Arbeitsplatz technische Möglichkeiten wie Sonnenblenden, Klimaanlagen, Ventilatoren und so weiter», erklärt sie. Auch klimatisierte Betriebsgaststätten des Chemiekonzerns können außerhalb der Mittagspausen als Arbeitsort genutzt werden.
Kühle Hallen, kühles Wasser
Bei Daimler Truck in Wörth gehört etwa das nächtliche Kühlen der Arbeitsplätze zum Maßnahmenpaket, damit Beschäftigte nicht mit der Hitze des Vortags in den Arbeitstag starten. Zudem sollen Lüftungstechnik und Klimaanlagen die Raumtemperatur senken. An zahlreichen Spendern steht kostenlos gekühltes Trinkwasser bereit.
Auch zusätzliche Pausen können beim landesweit zweitgrößten Arbeitgeber die Belastung in der Produktion reduzieren. «Die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten haben für uns höchste Priorität», betont eine Sprecherin.
Flexibilität statt Wärmestress
Für Büroarbeiter gibt es bei manchen Unternehmen einen Trumpf: das Homeoffice. Bei Debeka etwa können die Regeln bei Hitze gelockert werden. Wer nicht zwingend ins Büro muss, kann so der aufgeheizten Umgebung ausweichen. Sonnenschutz, Wasser und klimatisierte Bereiche kommen hinzu.
Der größte Teil der Debeka-Hauptverwaltung in Koblenz verfügt nach Unternehmensangaben über eine Klimatisierung. Auch bei der Versicherungsgruppe endet der Hitzeschutz nicht bei der Technik: Im internen Mitarbeiterportal finden Beschäftigte Hinweise, wie sie hohe Temperaturen während der Arbeit besser bewältigen können.
Gesundheit first
Ob Produktionshalle, Büro oder Betriebsgaststätte: Arbeitgeber setzen auf unterschiedliche Strategien. Während sich der Büroarbeitsplatz notfalls ins Homeoffice verlagern lässt, muss in der Produktion vor allem die Umgebung kühler werden. Für alle gelte dabei dieselbe Grundregel, heißt es: Die Arbeit soll weiterlaufen - aber nicht auf Kosten der Gesundheit.
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